Was ist Genuss? Eine gastrosophische Reise nach Miltenberg und Rüdenau

Was ist Genuss? Eine gastrosophische Reise nach Miltenberg und Rüdenau 

Was in den nächsten Zeilen folgt, dass wird kein normaler Whisky- oder Genussblog. Sondern Ihr kommt mit mir auf eine Reise. Eine Reise durch Deutschland, eine Reise in eine ganz eigene Welt und am Ende auch auf eine Reise in mich selbst. Ein Abbild meiner mäandernden Gedanken. Vielen meiner Bekannten habe ich ja schon meine Gastrosophischen Untersuchungen angekündigt. Hier sind sie.


6 Uhr, Bottrop. Es ist ein dunkler, grauer Januarmorgen als ich zum Bahnhof fahre. In den nächsten fünf bis sechs Stunden werde ich alleine sein. Alleine mit meiner inneren Stimme, Beethoven auf meinen Kopfhörern und Kaffee. Das mit dem Kaffee ist so eine Sache. Er macht wach und ist lecker, aber man muss ständig auf Klo und wenn ich mir mehr als einen doppelten Espresso innerhalb ein einer Stunde gönne, dann habe ich danach tierische Kopfschmerzen. Heute ist Kaffee allgegenwärtig und wir trinken ihn, quasi schon als Kinder. Ich meine es war S. Freud oder ein anderer österreichischer Intellektueller, dem ein Streit mit seiner Tochter ins Haus ging, weil er ihr Untersagt hat Kaffee zu trinken. Was uns heute etwas absurd vorkommt, das war für die damalige Zeit eher Usus. Denn Kaffee war damals viel mehr ein Genussmittel, als es heute ist.


Genuss. Was ist das? Schlägt man nach, dann sagt Wikipedia: "Genuss ist eine positive Sinnesempfindung, die mit körperlichem und/oder geistigem Wohlbehagen verbunden ist." Schwierig. Ich habe einige meiner Blogger- und Vloggerkollegen gefragt, was für Sie Genuss ist. Die Antworten werde ich im Text immer mal zwischendurch einwerfen. 

"Genuss ist Luxus für die Sinne." - Jochen Strauch, www.whisky-siegen.de

Der Bahnhofskiosk hat geschlossen. Keine Zeitung. Ich setze mich in den ersten Zug von Bottrop nach Essen. Irgendwo muss man ja anfangen. Üblicherweise wird bei der Frage nach dem Genuss bei dem griechischen Hedonisten Epikur angefangen. Und das mit gutem Grund. Seine überlegungen, seine materialistische Philosophie ist bestechend, auch wenn sie heute überwiegend falsch verstanden wird. Der Hedonist wird als Völlerer verstanden, wohingegen Epikurs Hedonismus in eine völlig andere Richtung neigt: „Mit der Würdigung der Weisheit sophia, des Magens, gastro, erhebt Epikur das Gastrosophische zum höchsten Gut einer lustvollen Vernunft.“ (Lemke 2009)

Was ist Gastrosophie? In erster Linie ist Gastrosophie die Weisheit des Magens. Die Wikipedia sagt dazu: „In der Gastrosophie (von altgriechisch γαστήρ gaster ‚Bauch‘ und σοφία sophia ‚Weisheit‘) wirken verschiedene natur- und geisteswissenschaftliche Fächer zusammen. Dabei steht die kulturwissenschaftliche Erforschung von Ernährung und Gesellschaft im Vordergrund. Untersucht werden alle Aspekte der Lebensmittelerzeugung, der Verarbeitung, der Vermarktung bis zum Konsum, wobei nicht nur materielle technische Bereiche, sondern auch die Bedeutung der Esskulturen verschiedener Epochen, ethische und soziologische Aspekte betrachtet werden.“ 


Eine der fundamenalsten gastroposohischen Figuren der westlichen Kultur ist Eva in der Genesis. Es gibt kaum eine Philosophie, die sich nicht an der Geschichte des Sündenfalls versucht hätte. Jedoch wurde dabei nur selten wahrgenommen, dass es sich dabei um eine genuin gastrosophische Geschichte handelt. Fassen wir kurz zusammen. Gott erschafft alles, darunter die Erde. Auf der Erde erschafft Gott Adam, aus Adam erschafft Gott Eva. Beide leben im Garten Eden, wo sie alles essen dürfen, bis auf die Frucht vom Baum der Erkenntnis. Eine Schlange überzeugt Eva von der Frucht zu essen, Eva überzeugt Adam. Gott wird sauer und wirft beide aus dem Paradies. Kurzversion. Ich glaube, dass den meisten die Geschichte bekannt sein dürfte. 

Und doch ist die Geschichte bemerkenswert. Die übliche Interpretation spricht davon, dass die Schlange Eva verführt hätte. Das geht bis weil soweit, dass Eva eine sexuelle Beziehung mit der Schlange unterstellt wird. Doch das zentrale Motiv wird übersehen. Für unsere Zwecke gibt es die EÜ-Version der Genesis ideal wieder: „Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen[...]“ (Kursiv durch PB).

Andere Übersetzungen nuancieren den Vorgang anders. Viele Versionen geben es so wieder, dass der Baum und die Frucht gut aussahen. Oder, dass die Erkenntnis von Gut und Böse eine gute Sache wären. Jedoch bleibt das Setting immer das gleiche: Obwohl Eva keinerlei biologische Notwendigkeit hat die Frucht zu essen, tut sie es dennoch. Und dafür ist keine Schlange notwendig. Sie tut es, weil es köstlich wäre. Aus purem Genusswillen. Die Schlange hat nur die Funktion Eva mitzuteilen, dass die Frucht nicht giftig ist. Aber warum hat sie das gemacht? Robert Pfaller bringt es auf den Punkt, als er sagt: Man muss schlechtes Leben mehr fürchten als den Tod. (Pfaller 2011)



Ist es nicht erstaunlich, wie die Bibel moderne Diskurse antizipiert? Der Genuss ist potentiell gefährlich oder tödlich. Gott (also die Moral/ Über-Ich) sagt, man sollte die Frucht nicht essen. Die Schlange (Es) sagt, dass man es wohl könnte. Genau diese Frontlinien findet man heute vor. Die moralinsaure Menge der Genussverweigerer, die ständig darauf deutet, wie schädlich doch Tabak und Alkohol sind. Und der Mensch, der es dennoch tut, weil es köstlich ist. Eva ist der Archetyp des Genießers bis heute. 

Was soll uns dies aber nun sagen? Der Kern ist, dass Genuss nicht im luftleeren (philosophischen) Raum steht. Genuss ist eine Möglichkeit Erkenntnis zu erlangen. Was wäre es für ein Leben im Garten Eden? Wären Adam und Eva überhaupt Menschen? Oder sind sie durch den Sündenfall überhaupt erst zu Menschen geworden? 

7:21 Uhr, kurz hinter Düsseldorf. Im Hauptbahnhof Essen war endlich Leben. Ich habe mir eine Süddeutsche gekauft. Fahre mit dem ICE. Über Köln, Frankfurt nach München. Ich steige in Aschaffenburg aus. Während ich die Zeilen mit meinem Parker-Füller in mein schwarzes Heft schreibe sitze ich im Zug, neben mir die SZ, höre Beethovens Erste und fühle mich gediegen. Nichts davon ist annähernd notwendig. 


Das ist eine spannende Sache mit der Notwendigkeit. War der Sündenfall notwendig? Der typische Mittelstufenatheist würde fragen, warum Gott die Menschen nicht so geschaffen hat, dass sie ihm gehorchen? Und warum schenkt er ihnen Freiheit, aber bestraft sie, wenn sie sich dieser bedienen? Aber so einfach ist das nicht. Und hier setzt das ein, was ich nicht-Notwendigkeit nenne. Ein Vorgang der zwar nicht unbedingt physikalisch notwendig zum Überleben ist, aber absolut notwendig um einen bestimmten normativen Status gerecht zu werden. Ein Beispiel: Sagen wir, wir würden unsere Körper jeden Tag für 16 Stunden in eine Nährlösung legen. Wir würden jeden morgen aufstehen, einer produktiven Tätigkeit nachgehen und uns nach 8 Stunden wieder in den Tank legen. Wir alle werden dann 157 Jahre alt und sind sehr effizient. Meine Vermutung ist, dass die meisten Menschen das nicht als echtes, gutes Leben sehen würden.

“Genuss ist wichtig!” -  Hagen Metzler, www.whiskygraphie.de

Verändern wir nur einen Aspekt dieses Gedankenexperiments. Stellen wir uns vor, dass wir statt 16 Stunden in einem Tank zu liegen und zu schlafen, dann für zwei bis drei Stunden aus dem Tank kommen und ein Essen unserer Wahl bekommen. Die Vorstellung ist sicher noch nicht wirklich einladend, aber besser als der Tank alleine.

7:45, Köln. Ggf. Freigeben. Schön, dass die Bahn es nicht schafft Sitzreservierungen in Echtzeit über die Sitze zu bekommen. Nach mehrmaligem Umsetzen: ein Szenario des Elends. Männer mittleren Alters haben ein ganzes Abteil gemietet. Sie trinken billiges Dosenbier, begleitet von einer Platte „Mini Schweinshaxen“, die ich zufällig just einige Tage zuvor im Kaufland gesehen habe. Vorgekocht, verzehrfertig. Aus einer kleinen Box dröhnt ein rhythmisches Etwas, bei dem die Mutter eines ehemaligen Formel-1-Fahrers besungen wird. Mir kommt etwas Kotzwasser hoch. Leider streikt das Bord-Wlan, und ab 300 km/h eben auch die mobile Datennutzung. Was würde ich dafür geben in diesem Moment wieder Sir Simon Rattle und die Wiener Philharmoniker zu hören. Etwas Gawith Original Snuff erleichtert mir diese schweren Minuten. Dennoch mache ich eine spannende Beobachtung. Vier jüngere Männer, offensichtlich zur Haxen-Gruppe gehörend, haben sich abgesetzt und spielen Karten. Schwimmen. Ein Spiel, dass auch zu meiner Schulzeit populär war. Aber statt um Geld zu spielen, müssen die Verlierer einen großen Schluck aus einer 1,5l Flasche „Waldgeist“ nehmen. Ein giftgrüner Schnaps mit Waldmeisteraroma. Ich habe nie verstanden, warum man sowas tut. Warum besorgt man sich Getränke, die so abartig sind, dass sie im Spiel zur Bestrafung taugen? Diese Inversion des Genusses bringt uns auf einen wichtigen Punkt.Dazu werde ich die Unterscheidung zwischen Gourmand, Gourmet und Gastrosoph bemühen.



Der Gourmand ist der Vielfraß. Der Ungenießer. Jemand der um des Essens Willen isst. Wobei „des Essens“ hier eine Substantivierung ist, sich also um den mechanischen Vorgang des Verspeisens handelt. Der Gourmand ist ein Wirkungkonsument. Der klassische Gourmand als Vielfraß ist im ehemals populären binge drinking beispielhaft. Es geht dabei darum große Quantität einer Sache konsumiert werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Manchmal sogar gegen den eigenen Geschmack oder jedes Sättigungsgefühl.

Der grundlegende Zug des Gourmands ist, dass er die Stofflichkeit des Konsums nicht überschreitet. Er bleibt gefangen auf der Ebene der Dinge und ist somit zu keinem Geschmacksurteil in der Lage. Wie beim Kartenspiel. Man trinkt zur Bestrafung, obwohl es offensichtlich das Ziel des Spiels ist sich zu betrinken.

Der Gourmet hingegen ist der Feinschmecker. Für ihn gilt die Qualität vor der Quantität. Der Gourmet ist demnach jemand, der des Essens Willen isst. Und hier ist „des Essens“ direkt auf das Objekt, die Nahrung oder das Produkt bezogen. Wo der Gourmand als binge drinker zum billigsten Alkohol greift, da wird der Gourmet einen feinen, sehr alten Single Malt bevorzugt, von dessen Konsum man gar keinen Rausch rechtfertigen könnte. Der Gourmand lebt im Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Gourmet im Preis-Genuss-Verhältnis. 

Davon abzugrenzen ist der Gastrosoph. Der Gastrosoph verhält sich zum Gourmet, wie der Literaturwissenschaftler zum Autor (oder der Literaturwissenschaftler zum Leser). Der Gastrosoph nimmt eine Metarolle ein, indem er den Akt des Genusses unter die Lupe nimmt. 

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass diese Unterscheidung nicht vollständig ist. Es gilt sicherlich Typen der Ablehnung zu benennen. Aber das ist für mein Unterfangen gerade von geringerer Priorität.

Warum ist diese Unterscheidung wichtig? Um das zu verdeutlichen möchte ich das Beispiel des Pfeiferauchens heranziehen. Das Pfeiferauchen ist vermutlich als Kulturpraktik schon seit der Bronzezeit bekannt. Grabfunde von pfeifenähnlichen Gegenständen deuten darauf hin. Die Tabakspfeife war die älteste Form des europäischen Tabakkonsums dar. Die Zigarre und Zigarette kamen erst später hinzu. Diese traten erst nach den Weltkriegen ihren Siegeszug an und verdrängten die Pfeife durch die Umständlichkeit des Konsums schnell auf die Plätze. 

Heute ist die Pfeife nichts was einem passiert. Man raucht nicht zufällig Pfeife. Es kommt nicht vor, dass man ohne Vorgeschichte jemanden fragt, ob er zufällig eine Pfeife und etwas Tabak für einen hat. Und wenn es doch passiert, so ist es eine offensichtliche Abweichung von der Norm. Anders, als bei Zigaretten, bei dem das „Schnorren“ durchaus üblich ist. 


Das hat gewisse Konsequenzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Pfeifenraucher zu den Gourmets zählt, ist durch die Umständlichkeit, die marginale gesellschaftliche Rolle und die vergleichsweise geringen körperlichen Effekte des Pfeiferauchens, gewissermaßen hoch. 

Man stelle sich einen Pfeifenraucher als Gourmand vor. Das ist zwar möglich, jedoch zwangsläufig ein Ausdruck eines persönlichen Fetisch, statt von irgendeiner der Sache innewohnenden Logik. 

Warum stopft sich jemand eine Pfeife mit über 10 Jahre abgehangenem Tabak, statt sich einfach eine Zigarette anzustecken? Und warum tut man überhaupt etwas davon, wenn das alles doch extrem ungesund ist?

Die Antwort ist, dass es sich dabei um ästhetische Empfindungen handelt, die man sonst auf keine andere Weise empfinden kann. Vor allem stehen diese Empfindungen im Vordergrund. 

Ich würde sogar soweit gehen, dass der kulinarische Genuss dem musikalischen und visuellen Genuss ebenbürtig ist. Das gilt für den Genuss einer Pfeife oder eines Whisky, wie für alle anderen Lebensmittel auch. Jedoch mit einem zentralen Unterschied. 

Die Gastrosophie, die sich in erster Linie mit Lebensmitteln, also Essen, befasst, betont regelmäßig, dass Lebensmittel eine physiologische Notwendigkeit besitzen. Man muss Essen, sonst stirbt man. Zumindest muss man eine notwendige Menge Kalorien aufnehmen. Man muss das nicht genießen. Genuss wählt man (oder er passiert einem). Demnach ist der Genuss kein natürliches Phänomen, sondern eines der Kultur. Ulrich Tolksdorf bringt dies auf den Punkt: „Ein Handlungssystem [Ernährung PB] in diesem Sinne wird nach folgenden Gesichtspunkten analysiert: untersucht wird, wonach der Mensch beim Essen und Trinken tatsächlich strebt, und nicht, wonach er zu streben hat, um seine grundlegenden physiologischen Bedürfnisse optimal zu befriedigen, das heißt, die Kriterien für die durchgeführten Selektionen sind nicht „Überleben“, sondern internalisierte Kulturwerte“ (Tolksdorf 1976). Das nenne ich nicht-Notwendigkeit.


10:10, Irgendwo hinter Aschaffenburg. Ich habe überlebt, als ich endlich wieder Wlan hatte und mich zumindest akustisch von der Außenwelt abkapseln konnte. Natürlich habe ich dann dank Deutscher Bahn den Anschluss von Aschaffenburg nach Miltenberg verpasst. Mein Glück, dass kurz vor 10 ein anderer Zug in meine Richtung fährt. Hier sitze ich nun. En passant muss ich feststellen, dass diese Region ausschließlich aus fein aneinander gereihten Einfamilienhäusern besteht. Ein soziales Nobel-Ghetto, wenn man es so will. Zur anderen Seite: Ein See, herbstlich. Langsam rottende Vegetation. Es könnte das Sujet eines Bildes der Romantik sein. Ob die Einheimischen das so sehen? Oder ist für sie ihre Welt ebenso grau, wie das Ruhrgebiet für mich. Ich wechsle von Beethoven zu Jazz. Lars Danielsson. Lviv. Taksim by Night. Ich war noch nie in Lviv oder Istanbul. Aber ich bin hier.

Mittlerweile fahren wir durch eine Siedlung von kleinen Villen. Ein älteres Paar sitzt in einem Wintergarten aus Glas. Die sonnengelben Verstrebungen wirken wie ein Käfig. Die zwei sind Papageien auf einer Ausstellung. Sie trinkt Kaffee. Er liest Süddeutsche. Ich fahre vorbei. Wir sehen uns nicht. Sie werden niemals wissen, dass ich über sie schreibe, dass ich über sie Urteile. Dann Felder. Gänse grasen grüne Gründe ab. Im Hintergrund verschieben sich verschiedene Ebenen vom Nebel verhangene Berge gegeneinander. Ich frage mich: Was ist Freiheit?

Sartre hat in seinem Werk „Das Sein und das Nichts“ über diesen jenen Moment geschrieben. Er nannte dieses Kapitel „Der Blick“. Vereinfacht dargestellt geht es darum, dass unser Blick, also wenn wir eine andere Person sehen, diese Person zum Anderen machen. Und der Blick des Anderen uns erst zu uns selbst macht. Eine sehr spannende Philosophie. 



“Genuss ist mehr als ein Moment, Genuss ist ein Lebensgefühl.” - Christoph Schwichtenhövel, www.thepotstill.de 

Diese Philosophie basiert auf einem ganz besonderen Ansatz. Er nennt sich „Phänomenologie“. Die Phänomenologie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Edmund Husserl geprägt. Was Phänomenologie ist, dass lässt sich in einem Beispiel verdeutlichen, was ich aus dem Buch „Das Café der Existenzialisten“ habe. Raymond Aron, Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Diese drei sitzen im „Bec de Gaz“ und trinken Aprikosencocktails. Aron weißt Sartre darauf hin, dass Phänomenologie ist, wenn man über eben jenen Aprikosencocktail philosophiert. Wenn wir es wirklich stark vereinfachen wollen, dann besteht die Philosophie der Phänomenologie eben aus der präzisen Beschreibung der Alltagswelt. Genau das tun wir als Whiskyblogger doch.


13:15 Uhr, Miltenberg, Café Mocha. Die Ankunft in Miltenberg war eher unspektakulär. Die Stadt umso mehr. Ein malerischen Städtchen. Mehrstöckige Fachwerkhäuser. Direkt am Main, im Rücken den Odenwald. Es war frisch nach meiner Ankunft, dennoch waren die Straßen belebt. Ich kehrte ein in das Tabakhaus Falkum. Eine elektrisierende Stimmung, in der Luft dieser würzig-süße Duft. Männer rauchen Pfeife und philosophieren Über Balzac und Hölderlin. Ich könnte mir vorstellen, dass Sartre hier war. Die Zeit gibt es her. Eröffnet wurde es 1948 (nicht 1848, wie ich in einem Livestream mit Whiskyjason behauptet habe.)

Im unteren Stockwerk eine kleine, aber gediegene Lounge, helle Ledersessel und Ravels Bolero aus einem alten Kofferradio. Mit Thomas Lachrath verkoste ich drei Tabake. Ein Fremder fängt mit uns ein Gespräch über Zigarren, Pfeifen, Wein und Whisky an. Es kommt mir so vor, als ob die Menschen hier eine andere Einstellung zum Genuss haben. Obwohl nicht besonders groß, fühlt man sich bei Falkum wie in einer anderen Welt. In einem Mikrokosmos. Es erinnert mich an das Chateau Henri in Niederaußem. 



Das besondere an solchen Orte ist, dass man hier die Ketten des Alltags für einige Augenblicke ablegen kann. Genussmittel sind ein großartiger sozialer Egalisator. Zum Beispiel der Mann. Er erzählte uns von einem Whisky, der ihn begeistert hat. Zwar hatte er vergessen, welcher es war, aber nach kurzer Beschreibung kamen wir darauf, dass es sich um den Yamazaki 12 gehandelt hat. Der Mann erzählte von seinem Weinkeller. Für seine neuentdeckte Liebe zu süßen Rieslingen von der Mosel. Und, dass er seit jeher auf der Suche nach der Perfekten Kombination von Wein und Zigarre ist. Wer war dieser Mann? Er könnte ein einheimischer Rentner gewesen sein. Ein Witwer, der seinen Alltag nach höchster Austerität gestaltet um am Wochenende eine Zigarre rauchen zu gehen. Der Weinkeller ein Relikt aus besseren Zeiten. Vielleicht war er auch Schriftsteller, der just in diesem Moment über mich schreibt. Oder ein Arzt, ein Anwalt oder Unternehmer, der sich dann von seinem Chauffeur im Bentley in die Vorstadtvilla fahren lässt. Aber in diesem Moment, als wir im Keller Ravel lauschten, da sah ich einfach einen Menschen. Vielleicht war Sartre genau in diesem Moment bei uns und ein leichtes Lächeln blitzte auf seinen Lippen auf, als er drei freie Menschen erblickte, schwerelos im Augenblick.

Das Café Mocha ist ein besonderes Café. Hier wird noch eigens Kaffee geröstet. Ein Kontrapunkt zur modernen To-Go-Kultur. Ich bestelle mir einen normalen Kaffee und ein Stück Käsekuchen. Nichts sagt mehr über das Können des Zubereiters aus, als ein simpler Kaffee. Und was soll ich sagen? Eine Tasse Seelenwärmer. Der Kuchen so lieblich und fluffig wie eine Cumuluswolke im Mai. Leider hat mir die Bahn meinen Zeitplan durcheinander gebracht. Ich nehme noch ein halbes Pfund eines Houseblends mit und muss weiter, denn um 14 Uhr kommt der Shuttlebus um mich zu St. Kilian zu bringen.


14:32, St. Kilian Distillers, Rüdenau. Die Begrüßung der anderen Blogger und Vlogger ist herzlich. Trotz der sozialen, regionalen und individuellen Unterschiede ist man von einem Schlag. Die Destille ist auf dem Gelände einer alten Textilfabrik errichtet. Die Inneneinrichtung der Räume ist modern. Sichtbeton mit urbanen Elementen. Eine Bar, Cocktailequiment in feinsten Kupfer. Ein Billardtisch, ein Kicker. Arcadespiele. Es erinnert an einen modernen Co-Working-Space eines internationalen Start-Ups.

Ein Highlight ist die World Whisky Lounge, in der hunderte von Abfüllungen aus aller Welt stehen. Später sollten wir noch freien Zugang zu diesen Flaschen haben.Doch wir beginnen mit einer Führung.

Die Anlage von St. Kilian ist ein Hybrid aus schottischer Handwerkskunst, deutschen Ingenieurwesen und viel Herzblut. Und alles kumuliert sich in dem Raum mit den Washbacks und den Pot Stills. Alles von Forsyths aus Schottland installiert. Das Holz, das Kupfer, die Mikroorganismen in der Gärung. Dieser Raum strotzt vor Leben. Eine gar mystische Energie herrscht hier. Andreas Thümmler, Kopf hinter der ganzen Geschichte St. Kilian, erzählt, dass mal eine Klangschalentherapeutin zu besuch war und den Raum gar nicht mehr verlassen wollte. 


Whisky. Das Wort leitet sich vom gälischen uisge beatha ab. Was soviel bedeutet wie Wasser des Lebens. Dieses Phänomen war schon Menschen vor hunderten von Jahren bewusst. Das kann kein Zufall sein.

Wir probieren den Newmake. Die Nase ist extrem fruchtig. Cassis. Eine Nuance Grappa. Im Mund cremig und mild. Und Herznoten von Malz und Popcorn. Mario Rudolf referiert über den Herstellungsprozess. Man merkt, dass hier mit viel Liebe & auf State of the Art gearbeitet wird. Anschließend besichtigen wir die Fasslager vor Ort. Der Duft eines Fasslagers weiß immer aufs Neue zu begeistern. Viel Vanille. Ein Korb von exotischen Früchte. Anklänge von Trockenfrucht und nussigem Sherry. Über 150 verschiedene Fassarten werden genutzt. Auch Hölzer und Vorbelegungen, die im Scotch nicht erlaubt sind. Das mag Puristen gegen den Strich gehen, aber eins wird klar: St. Kilian experimentiert gerne. Das ist mutig. Das ist gut.

16:42, Bus irgendwo im nirgendwo. Anschließend werden wir per Bus zur Bunker City gebracht. Ein ehemaliges Militärmunitionslager, auf dem St. Kilian mehrere Lager nutzt. Mitten im nebelverhangenen Odenwald werden wir von einem Dudelsackspieler begrüßt. Um uns herum kilometerweit Mittelgebirge und Wald. Wieder so ein moment transzendenter Mystik. Wir sind die erste und vermutlich die letzte Gruppe, die das jemals zu Gesicht bekommt. Die Bunker sind bewaldet, es herrscht ein gemäßigtes Klima und gute Luftzirkulation. Dennoch duftet das Lager nach Aprikosen und Vanille. Vor Ort verkosten wir einen Single Cask, ein PX-gereifter Malt mit heftigem Sherryeinschlag. Vermutlich eine Singularität. Ein solches Warehousetasting wird es wohl nicht mehr geben.

Zurück in der Destille ziehe ich mich zurück und stopfe mir meine Stanwell Royal Bark mit einem Virginia Flake. Noerding Eriks Reserve. Reif, voll würzig, mit viel Eigensüße und einer traumhaften Cremigkeit. Ich sortiere meine Gedanken. Und fühle mich erschlagen von Eindrücken.


Auf der Busfahrt hat uns Andreas Thümmler von der Geschichte hinter dem Namen St. Kilian erzählt. Dies war ein Irischer Mönch, der im 8. Jhd. ins Frankenland geschickt wurde um die Heiden zu christianisieren. Keine leichte Aufgabe, an der schon einige vor ihm gescheitert sind. Zusammen mit den Mönchen Kolonat und Totnan hatten sie aber ein Ass im Ärmel. Das aqua vitae. Die Geschichte erzählt, dass Kilian beim Frankenherzog Gosbert vorstellig wurde, dessen Frau Gailana anscheinend unter einer Art mentaler Verstimmung litt. Das aqua vitae war zu dieser Zeit als medizinischer Trank angesehen und schaffte es tatsächlich Gailanas Verstimmung zu lindern. Von Würzburg aus trat das aqua vitae und damit das Christentum seinen Siegeszug im Frankenland an. Ironischerweise war es dann Gailana selbst, die den Märtyrertod von Kilian initiierte. So geht das.

Das klingt alles nach Stoff aus einem klassischen Drama. Sogar bedeutsamer, als man auf den ersten Blick meint. Denn nach Aristoteles sollen Dramen genau diese quasi-medizinische Wirkung für die Seele haben. Er nennt das Katharsis.

Das Thema „Katharsis“ soll nach Aristoteles noch große Karriere machen. Zuerst in der Literatur, dann in der Literaturwissenschaft. Anschließend in der Kunst und Kunstforschung allgemein. Und sogar in der Psychologie. Die Idee ist, dass wir durch ästhetische Erfahrungen „gereinigt“ werden können. Diese Erfahrungen entkoppeln uns von der Welt und lassen uns ein Stück dessen sehen, was über die Welt hinaus geht. Ich verstehe unter „Katharsis“ die Befreiung von uns blockierenden Affekten.


Doch bezog sich die Katharsis immer auf künstlerische Erfahrungen. Musik, Theater, Literatur. Alle Sinne werden mit einbezogen - außer dem Geschmack und Geruch. Warum eigentlich? Warum sollte der Genuss eines Single Malt in all seiner Komplexität von Aroma und Haptik keine ästhetische Erfahrung sein? Meine Hypothese lautet hier, dass der Genuss eines Single Malt (oder eines guten Essens, eines Weins oder anderen Genussmittel) ebenso eine ästhetische Erfahrung sein kann.

“Genuss ist Balsam für die Seele.” - Jürgen Reif, www.talkingaboutwhisky.de

Dabei geht es nicht um den reinen Konsum, wie der ehemalige Rennradsportler Jan Ulrich behauptete, dass zwei Flaschen Scotch am Tag seinen Körper reinigen, da Scotch ja in Holz gereift ist. Man kann nicht einfach Whisky in sich reinkippen und auf Erlösung warten. Es ist vielmehr ein Werkzeug und wir sind frei damit unsere Welt zu gestalten, wie es uns passt. Genau wie es schon St. Kilian im 8. Jhd. tat.

19:58, St. Kilian Distillers, Tastingroom. Uns wird ein Buffet serviert. Brezn, Obazda, Krustenbraten, Leberkäse. Bitter nötig, wenn man bedenkt, dass wir beim vierten Dram sind und meine bisherige Nahrungsaufnahme aus einem Stück Käsekuchen und einem Brezn bestand. Nach dem Essen gönne ich mir als Nachtisch einen Kaffee und ein Glas Sahnelikör von St. Kilian.Durchaus schmackhaft. Nach dem Essen verkosten wir die neue Signature-Abfüllung, die von allen liebevoll „Sigi Four“ genannt wird. Ein Malt, der zu 51% in PX-Fässern und 49% in Oloroso-Fässern reifen durfte. Das auf 54 ppm getorfte Malz hierfür wird aus Schottland bezogen. Mit 48% abfüllt, kann man hier von einem gelungenen Tropfen sprechen.


Anschließend dürfen wir die Macher von St. Kilian mit unseren Fragen in einer Talkrunde löchern. Die Fragen sind durchaus kritisch. Wir Blogger und Vlogger versuchen einen wunden Punkt zu finden. Doch es gelingt uns kaum. Eine Frage, die mir besonders am Herzen lag war, ob man denn in Anbetracht der Tatsache, dass schottisches Malz auf schottischen Pot Stills gebrannt wird noch von deutschen Whisky sprechen kann. Natürlich bezieht sich das nur auf die getorften Malts. Die Antwort liegt aber auf der Hand. Die ungetorften Malts werden aus regionaler Gerste gebrannt. Die Anlage ist ein deutsch-schottischer Hybrid. Die Fassexperimente gehen weit über das hinaus, was in Schottland erlaubt ist. Das was hier produziert wird, auch mit schottischer Gerste, wäre in Schottland oft gar kein Whisky. Wir haben es mit einem Whisky „Made in Germany“ zu tun.

Wer meine Onlineaktivitäten verfolgt, der wird wissen, dass ich im Vorfeld bei der Auswahl einer Distillery Only Abfüllung mitgewirkt habe. Auch diesen verkoste ich nochmal.Unser Baby hat den Namen „Turf Tail Distillers Cut“ (Dass die Malts englische Namen haben folgt der Logik, dass St. Kilian das Ziel hat Global Brand zu werden).Der Whisky ist, wie ich ihn in Erinnerung habe. Starke 60,6 %.. Kopfnoten von Kirschholzlagerfeuer und Marzipan. Und das zur Reifung verwendete Jack Daniels Fass liefert das Aroma, was wir alle irgendwann liebten.Vanille, Toffee, Holzkohle.


Ich nehme mir ein Stück Käse vom Buffet und muss unweigerlich an einen Brief Epikurs denken, der einen Freund bat, ihm doch ein Stück Käse zu schicken, damit Epikur endlich mal wieder richtig essen kann. Der Hedonismus nach Epikur wird heute als Gourmandtum verstanden, was grundlegend falsch ist. Epikur selbst sagt, dass der echte Genießer immer das süßeste Brot wählt, nie das größte Brot.

Man kann sich Fragen, was einem das süßeste Brot bringt, wenn man danach noch hunger hat? Doch genau darin liegt der Kern der Genusses.Der wiener Philosoph Robert Pfaller nennt das das „schmutzige Heilige“.Darunter versteht er die Idee, dass jeder echte Genuss eine schmutzige Seite hat. Alkohol macht trunken, Rauchen ist ungesund und gutes Essen sündhaft teuer. Es ist wie beim gesalzenen Karamell. Die Prise Salz lässt das Karamell noch süßer erscheinen. Die moderne (ökonomisierte) Ratio erlaubt das nicht. Bier sei bitte alkoholfrei, Nahrung zweckdienlich und Sex kommt bitte ohne den Austausch von Körperflüssigkeiten aus. Aber welchen Sinn hat da Leben noch, wenn wir uns von all dem Schmutz lossagen? Ohne Freiheit, Verschwendung und Schönheit sind wir nur anmaßende Tiere. Wir brauchen diese nicht-Notwendigkeit, denn sie ist menschlich.


Mitternacht, St. Kilian Distillers. Wir stillen unseren Durst in der World Whisky Lounge. Die Stimmung ist locker. Gespräche handeln von Musik, Blogs, Vlogs und natürlich Whisky. Zuvor war ich mit einigen Zigarrenrauchern in der Raucherecke und paffte genüßlich den Peterson Standard in meiner Rattray's Boudicca. In der World Whisky Lounge teste ich noch einen 25yo Oban, einen 18yo Glengoyne und einen unabhängigen Laddie. Alle köstlich. Besonders möchte ich noch eine Fassprobe eines St. Kilian aus einem Portfass erwähnen, der ausgeprägte Schokoladenaroma hatte.

Dann endet der Abend bei St. Kilian. Der Shuttlebus holt uns ab und bringt uns zurück nach Miltenberg, wo wir den Abend in einem Irish Pub bei einem Guinness ausklingen lassen. Im Hotel falle ich in einen sanften Schlaf. 

Um 8:30 klingelt der Wecker. Das Frühstück ist nicht üppig, aber mit Liebe gemacht. Der Kaffee ist kräftig und heiß. Unsere Truppe verstreut sich langsam in alle Himmelsrichtungen. Ich habe noch Zeit und schlendere durch Miltenberg.Bei einer Heiligenikone muss ich an den Heiligen Kilian denken. Ich gehe vorbei an Fachwerkhäusern bis ich den Main erreiche, der genügsam vor sich hinfließt. Der Odenwald versteckt sich wieder im dichten Nebel.




“Genuss ist für mich, wenn ich es immer wieder tun will.” Christian Lanzerath, www.schnaps.blog

Am Bahnhof denke ich wieder an Robert Pfaller, der in seinem gleichnamigen Buch die Frage stellt, „Wofür es sich zu Leben lohnt?“. Nach Pfaller ist es genau dieses schmutzige Heilige, dass das Leben lebenswert macht. Es gibt einen Witz, der das wunderbar illustriert: Ein 100 Jähriger Mann wird gefragt, wie er so alt geworden sei. Er antwortet, dass sein Arzt ihm sagte, dass der Mann keinen Bacon mehr essen darf, weil er sonst mit 60 einen Herzinfarkt bekomme. Durch diesen Rat habe er 40 zusätzliche Jahre bekommen. Vierzig armselige, baconlose Jahre.

Wir müssen nackte Existenz von Leben unterscheiden. In einer Facebook-Debatte frug ein Bloggerkollege neulich, was der Sinn des Lebens sei. Ich antwortete in einem kurzen Pamphlet, dass der Sinn des Lebens Freiheit sei. Ohne Freiheit existieren wir nur. Diese Freiheit müssen wir nutzen um den Jahren mehr Leben zu schenken. Nicht dem Leben mehr Jahre. Zum Beispiel durch den Genuss feines Single Malts.


Bin ich der Frage, was Genuss nun eigentlich ist näher gekommen? Ich steige in meinen Zug, der mich auf eine elendig lange Odyssee Richtung Heimat bringen wird und denke mir: Ja! Ich weiß jetzt was Genuss ist. Genuss ist die sinnliche Repräsentation menschlicher Freiheit. Und damit für jeden anders. Ich nehme Platz, stecke mir meine Kopfhörer ein und höre Take five. Danke Miltenberg. Danke St. Kilian. Ich werde euch so schnell nicht vergessen.




Anmerkung:

Das Blogger- und Vloggertreffen wurde von St. Kilian Distillers gesponsort. Darunter fielen Hotelübernachtung, Führung, Verpflegung und Tasting bei St. Kilian. Die anderen erwähnten Stationen waren aus meiner eigenen Planung und Kasse. Es wurde nicht abgesprochen, dass dieses Treffen medial verarbeitet werden muss. Ich habe diesen Text unter meiner persönlichen schriftstellerischen Freiheit geschrieben und er gibt meine subjektiven Empfindungen wieder. Nichtsdestoweniger muss dieser als “Werbung” gekennzeichnet sein, was er hiermit ist.


Literaturliste:


Wikipedia “Genuss”: https://de.wikipedia.org/wiki/Genuss

Lemke, Harald: “Genealogie des gastrosophischen Hedonismus”, 2009. In: Dell’Agli, Daniele: “Gastrosophische Modelle”. Edition Suhrkamp, 2009.

Wikipedia “Gastrosophie”: https://de.wikipedia.org/wiki/Gastrosophie

Bibel, Einheitsübersetzung 2016: https://www.bibleserver.com/bible/EU

Pfaller, Robert: “Wofür es sich zu leben lohnt”. Fischer, 2012.

Tolksdorf, Ulrich: “Strukturalistische Nahrungsforschung”, 1976. In: Kashiwagi-Wetzel, Kikuko & Meyer, Anne-Rose: “Theorien des Essens”. Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, 2017.

Bakewell, Sarah: “Das Café der Existentialisten”. C.H. Beck, 2. Aufl., 2018.












Kommentare

  1. Genuss ist vielfältig und es kommt auf die Stimmung an. Zum Beispiel kann ich einen Tag am Meer genießen, ebenso eine Pfeife auf meiner Terasse, aber auch einen Whisky mit Freunden. Und manchmal auch alles drei gleichzeitig.😉

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    1. Das stimmt. Für jeden kann der Genuss etwas anderes sein.

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