Ben Bracken Highland Miniatur

Heute kommen wir zum Ben Bracken Highlander. 

Was ist eigentlich ein guter Whisky? Der Whisky der einem schmeckt? Ein Whisky, der bestimmten objektiven Kriterien gerecht wird? Oder einfach der, den man gerade trinkt?

Das ist eine komplizierte Fragestellung. Und es gibt sicher mehr Antworten auf diese Frage, als ich hier aufzählen könnte. Ja, vermutlich hat jeder von uns seine eigene Antwort auf diese Frage. 

Was ist für mich guter Whisky? Ein Whisky muss für mich zu seinen Wurzeln stehen. Es ist Getreidedestillat. Ich will das Getreide merken. Das Malz. Whisky ist per Definition auch in Holz gereift. Also will ich was vom Holz merken. Eiche, Vanille. Gerne auch ein Hauch Sherry, aber nicht zu viel. Oder andere Weinfinishes, ist auch ok. Der Whisky soll geschmeidig und ölig sein. Gerne auch kräftig. Mit Charakter. Was ich nicht will, das ist ein milder Allerweltsstoff. Dünner Whisky, der bloß nicht anecken will. Das ist meiner Meinung nach schlechter Whisky. 

Ihr dürft euch nun ein Bild davon machen, in welche Kategorie der Ben Bracken Highland für mich fällt.

Auge: Farbe mittleres Gold. Aber mit Farbstoff. Viskosität normal. Unspektakulär.

Nase: Da ist nicht viel. Sehr mild. Extrem mild. Nach einer Weile kommt etwas Frucht durch. Eine Imitation von Highland Malt. Etwas Brot. Malz.

Mund: Verhaltene Süße auf der Zungenspitze. Der Alkohol brennt kurz auf, legt sich aber dann schnell wieder.

Abgang: Quasi nicht vorhanden.

Fazit: Positiv ist, dass ich keine eklatanten Fehlnoten erkennen konnte. Kann man trinken, ohne dass es einen schüttelt. Negativ ist, dass es dem Whisky an allem fehlt. Geschmack, Aroma, Tiefe, Textur. Nix ist da.

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