Review zum Hamborger Veermaster

Links, der Veermaster. Nein nicht Beer Master!
Die Welt der Pfeifentabake ist voll Kuriositäten. Verschiedenste Tabakkompositionen, verrückte Aromatisierungen und verrückte Phantasienamen. Aber, das alles muss nicht sein. Einfach guter Tabak. Das gibt es auch. So wie der, um den es heute geht. Den Hamborger Veermaster von Dan Pipe.

Der Veermaster ist Teil der Hamburger Pfeifentabake, die Dan Pipe aus Hommage an die Stadt Hamburg erschaffen hat. Die Tabake bedienen sich dabei typischer Ausdrücke, die in Hamburg geläufig sind. Der Hamborger Veermaster zum Beispiel, der nicht nur ein Tabak ist, sondern auch eine typische Art Schiff - mit etwas Nachdenken kommt man darauf, dass es sich dabei um einen Hamburger Viermaster handelt.

Die Verbindung von Schifffahrt und Tabak, gerade Pfeifentabak, ist ja nicht unüblich. Waren es ja Seeleute, die den Tabak als erstes in die Alte Welt gebracht haben. So verwundert es auch nicht, dass die großen Seefahrernationen England, Holland und Dänemark solche wichtigen Rollen in der kulturellen Entwicklung des Tabakrauchens haben. 

In maritimer Stimmung widmen wir uns aber jetzt dem Tabak, der unter dem Motto "süß und sanft" angeboten wird. Doch das sollten man auf keinen Fall überschätzen, gar denken, dass wir es mit einem Tabak nach Art der heute doch so populären leichten Aromaten zu tun hätten . Der Veermaster ist vollmundig und man merkt, dass man ordentlich was in der Pfeife hat.

Der tabakeigene Geschmack ist süß, getragen von Virginiaaromen. Die Flakes glitzern schön im Licht. Mag nun jemand denken, dies sei Zucker, der sei eines besseren belehrt. Ich habe gelernt, dass es sich dabei um kristalline Ausscheidungen von Bakterien handelt.  Kein Zucker. Dennoch ein Indikator für einen gereiften Tabak. Und gereifte Tabake neigen dazu etwas süßer zu werden. Dieser hier ist es. Dazu kommt eine dezente Säure, die sich in das Aromenspektrum einfinden. Heu, Brot, Malz, Citrus, Früchte. Dunkle Früchte in die Richtung Dörrpflaumen. Da bekommt man ja Lust auf ein Gläschen Whisky - welcher wiederum auch nicht wenige Verbindungen zur Welt der Seefahrt hat.

Der Tabak ist trotz seiner Süße sehr gut zu sherrygelagerten Whisky (zB. den Aberlour A'bunadh) rauchbar. Seine mittlere Stärke übertüncht wenig. Die Virginiaaromen haromnieren mit den Aromen des Sherryfasses, sowohl Tabak wie Whisky haben etwas malziges, was eine gemeinsame Basis schafft. Absolut runder Genußmoment.

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