Clontarf Single Malt

Wir kommen zum Clontarf Single Malt Irish Whiskey. Nachdem mich der Irish Reserve letzte Woche mit gemischten Gefühlen zurück gelassen hat, wird es heute deutlich angenehmer.

Ich möchte nochmal näher auf die Unterschiede zwischen Schottischen und Irischen Single Malts eingehen: 


Single Malt in Irland ist mit schottischem Single Malt vergleichbar. Wobei "vergleichbar" vieles bedeuten kann. Ich meine damit, dass dieser Whiskey aus 100% gemälzter Gerste hergestellt wird. Was bei anderen gängigen Whiskeys nicht der Fall ist. Jameson zum Beispiel verwendet diverse Getreibe, zum Beispiel auch Mais. Der Begriff Single Malt wird als Qualitätsmerkmal verwendet. Was vor allem daher rührt, dass in vielen Blends, sei es aus Schottland oder Irland, günstiger Grain-Whisk(e)y verwendet wird um den Malt damit zu strecken. Die bekannten Supermarktblends liegen mit Graingehalten bei bis zu 80%. (Dass Grainwhisky auch sehr gut sein kann, dass werde ich an anderer Stelle noch deutlich machen).


Single Malt aus Irland ist aus einer anderen Perspektive nicht mit schottischem Single Malt vergleichbar. Einerseits ist natürlich das Terrior anders, was sich in der Gerste spiegelt und ein anderes Aromenprofil ergibt. Das ist der kleinere Faktor. Der größere Faktor ist sicherlich, dass Irisher Single Malt dreichfach destilliert ist. Das ergibt einen feineren, milderen Rohbrand. Was im Endprodukt einen viel filigraneren Whiskey schafft.

Was erwarte ich beim Clontraf Single Malt? Der Whisky ist jung, soviel ist klar. Viel Reife kann ich nicht erwarten. Im Idealfall habe ich einen leichten, fruchtigen Whiskey mit malzigen Anklängen im Glas.


Auge: Leicht ist schon die Viskosität. Gar quirlig huscht der Whisky im Glas umher. Die Farbe ist sehr hell. Verwaschenes Stroh. Und das obwohl Farbstoff benutzt wurde.


Nase: Ja, das ist gar nicht verkehrt. Volle Ladung tropische Früchte. Ananas. Entwickelt sich Richtung Steinobst. Saftiger, heller Pfirsich. Dahinter das doch sehr aktive Bourbonfass mit Kokos und Vanille. Auf der anderen Seite ist dann da aber doch die Jugend, frisch, fast metallisch.


Mund: Mild. Ohne Ecken und Kanten. Easy drinking. Leichte Süße. Dann Malz, Früchte. Das Bourbonfass war wirklich extrem frisch. 100%ig First Fill.


Fazit: Solider Malt. Leicht. Viel Bourbon. Erinnert mich an den Clonakilty, den ich vor einiger Zeit verkostet habe, nur mit viel mehr Vanille. 


Harte Fakten und mehr findet ihr unter: https://www.whiskybase.com/whiskies/whisky/69266/clontarf-1014-single-malt

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