Glenfarclas 12

Heute tauschen wir die Zahlen und kommen zu einem richtigen Standard-Whisky. Dem Glenfarclas 12. Jetzt können sich einem verschiedene Fragen stellen.

Warum kommt in dieser Reihe der 12er nach dem 21er? Das ist ganz einfach. Ich ordne die Whiskys immer danach, wie gut die zum am Ende des Monats vorgestellten Tabak passen. Der 12er passt halt viel besser als der 21er.

Warum überhaupt so einen Standard testen? Naja, ich wollte eine Glenfarclasverkostung machen. Und ich mache immer drei Whiskys. Nach dem 21er war für mich die Frage, wo ich einen guten Kontrast herbekomme. Ich habe dann zwischen 10, 12 und 15 geschwankt. Schwere Auswahl. Der 12er war dann so die Kompromisslösung.  Ich glaube ja daran, dass meine Blog eine eigene Perspektive auf viele Malts hat, weshalb ich nicht nur die Raritäten oder Highland Malts testen mag, sondern auch viel auf Einsteiger eingehen will. Mein Traum ist es am Ende eine kleine Serie aus allen Destillen Schottlands oder der Welt zu haben. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Als ich Glenfarclas das erste Mal probiert habe, mochte ich den gar nicht. Das Problem war eine intensive Orangennote in der Nase, die ich als sehr penetrant empfunden habe. Doch mittlerweile hat sich mein Gaumen daran gewöhnt und ich werde ich nächster Zeit einige Whiskys im Blog reviewen, die diese Note haben. In dem Sinne ist diese Review auch eine Art Türöffner.


Name: Glenfarclas 12 
Kategorie: Single Malt Scotch Whisky
Destillerie: Glenfarclas
Region: Speyside/ Highlands, Schottland
Abfüller: OA
Alter: 12 Jahre

Fasstyp: ex Sherry
Alkoholgehalt: 43%
Farbstoff: Ja
Fitlerung: Kaltfilterung

Auge: Helles Gold mit orangenen Reflexen. Schön. Etwas hell für frist fill Fässer. Etwas dunkel für refill. Vermutlich ein Mix. Neutrale Viskosität. Habe das Gefühl, dass die Filterung viel an Viskosität nimmt. 

Nase: Da ist die typische Orange wieder. Ja ganz deutlich, wobei ich heute sagen muss, dass das eher dem Sherry geschuldet ist. Allgemein ein süßes Aroma, wie eine Zuckerstange. Nach einer Zeit kommen Trockenfrüchte dazu. Rosienen und leichte Anklänge von herbem Malt.

Mund: Schöne Süße macht sich sofort breit. Der Alkohol ist mild. Man kann ja sagen, was man will, die Aromen können vielleicht in kleinen Fässern schneller geholt werden. Aber für milden, reifen Alkohol braucht es Zeit. Das hat der GF12 absolut. Sogar leicht samtig am Gaumen ist er. Darüber hinaus doch eher unkompliziert. Mancher schreibt etwas von Rauchnoten. Diese habe ich gar nicht.

Herz: Besser als der Mund andeutet. Rosienen in Milchschokolade neigen sich zu herbem Malz. Leider etwas schnell weg. 

Fazit: Kein schlechter Whisky. Als einzige Kritik könnte man sagen, dass hier aromatische Tiefe fehlt und vielleicht ein Kontrapunkt zur Sherrylast. Für Rund 40€/ Liter ein solides Preis-Genuss-Verhältnis. 


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