Three Nuns Yellow



+++Dieser Beitrag wird unterstützt durch Gratissample+++


Vor 14 Tagen habe ich euch an dieser Stelle den neuen Three Nuns Grün vorgestellt. Heute kommt sein Bruder, der Three Nuns Yellow dran. Auch hier gleiche Story. Ich habe den Tabak als Sample vom Pfeifen-Shop-Online zur review bekommen.

Der Three Nuns Yellow ist ebenfalls ein Curly, aber anders als die beiden anderen Nonnen. Denn hier wird völlig auf die Würztabake verzichtet. Kein Perique, kein Kentucky. Nix. Reiner Virginia. Jetzt mag man sich fragen: Warum? Also warum gibt es einen reinen VA-Three Nuns? Beim Green war die Kiste ja relativ klar. Perique war im geliebten, alten Three Nuns drin. Aber so ganz ohne alles?

Bei meiner Recherche über die Three Nuns bin ich etwas in die Geschichte dieser Tabake eingetaucht, die gerne so stringent erzählt wird. Aber das stimmt nicht. Die Geschichte der Nutzung des Namens „Three Nuns“ und der Tabake dahinter ist weit verzweigt und sehr unübersichtlich. Ich nehme es mir heraus für meine Beiträge kleine Aspekte herauszufiltern, um diesen Tabak zu verstehen.

Beim Three Nuns Yellow war mein Aha-Moment eine Unterhaltung in einem polnischen Pfeifenthread in Facebook. Nun muss man wissen, dass die Polen gerne und oft nach England zum Arbeiten gehen. Manche schon seit Jahrzehnten. Dieser Pfeifenraucher erzählte mir dann, dass Imperial in GB vor Jahren die Geschichte mit den dreifachen Nonnen schon mal am Start hatte. Three Nuns in leicht, mittel und stark. Leider konnte ich dazu keine Belege finden. Was ich aber gefunden habe ist, dass es einen Three Nuns Empire Blend in gelber Dose gab, der wohl ein Virginia-Burley Tabak war. Also in einem gewissen Sinne alles nichts neues. 

Was bleibt? Ich. Und vor mir die Dose Three Nuns Yellow. Was erwarte ich? Ich stehe ja total auf pure Virginias. Zuletzt der SG Full Virginia Flake, der hat mich richtig vom Hocker gehauen. Ich erwarte beim Namen Three Nuns einen hochqualitativen Virginia. Was hängt den drei Nonnen noch nach? Dass sie besonders stark sind. Also ein kräftiger Virginia, mit evtl. gar nicht so viel Süße. Irgendwie kommt mir Ye Olde Signe von Dunhill in den Sinn.


Aber zum Tabak. Die Coins sind identisch mit anderen Mac Baren Curlys. Relativ homogen in der Färbung. Die dunklen Elemente aus dem grünen Nuns fehlen. Der Kaltgeruch ist sehr heuig, mit der Zeit kommen Fruchtige Aromen hinzu, die entfernt an Orangenschale erinnern, gepaart mit etwas Trockenfrüchten, Honig und Vanille. Der Tabak in moderater Feuchtigkeit kann direkt geraucht werden, aber auch hier rate ich zu etwas Trocknung, weil der Tabak einfach davon profitiert. 

Beim ersten Rauchen beeindruckt der Tabak nicht. Da bin ich ganz ehrlich. Man hat einen moderaten Virginia, der sehr an den Virginia No. 1 erinnert. Etwas Mac Baren-Stallgeruch im Hintergrund. Wirklich stark ist er auch nicht. Und ich bin mir sehr sicher, dass viele Pfeifenraucher den Tabak jetzt als "Fehlkauf" bei Seite legen würden. Das erweißt sich meines Erachtens nach als Fehler.

Mein Moment mit dem Three Nuns Yellow war das Distel-Revival-Treffen im Oktober diesen Jahres. Eine sehr gesellige Bottleparty bei der unter gutem Whisky gequatscht und auch mal die ein oder andere Pfeife mehr geraucht wurde. An dem Abend hat mir der Tabak als Begleiter zu sherrylastigen Single Malts extrem gut gefallen. Seine nicht zu aufdringliche Art ordnet sich unter ohne abwesend zu wirken, ein wahrer Gentleman von Tabak. Kurioserweise habe ich ausgerechnet an dem Abend die sublime Süße des Tabaks wirklich wahrgenommen. Ich hätte mir wirklich keinen besseren Tabak vorstellen können. 



Beflügelt durch den Abend habe ich mich zunehmend tiefer in den Tabak begeben. Diverse Pfeifen, diverse Stopf- und Zündmethoden. Und wenn man sich auf den Tabak einlässt, dann hat er seine Seiten. Zum Beispiel sind die verwendeten Virginias nach einer Zeit durchaus holzig, würzig, eine Onlinereview stellt ihn fast einem Orient nahe. Was auch ein Pfeifenexperte aus dem Hause Pipe Republic/ Cigarworld so bestätigt hat. Er sagte, dieses Aroma in Virginia kenne er nur aus TAK-Tabaken. Welche ja gerade für Ihre Würze bekannt sind. Mich persönlich erinnert die Note, die sich vor allem gegen Ende einer Füllung zeigt in ihrer ätherischen Art gerade an den vor kurzem reviewten Burley Flake aus dem Hause Mac Baren.

Nichtsdestoweniger ist der Three Nuns Yellow ein eher milder Virginia. Der Curly Cut ist auf jeden Fall ein Pluspunkt. Ich mag Curlys. Auch leuchtet es mir ein, wieso wir es mit einem Three Nuns zu tun haben. Dennoch glaube ich, dass viele Pfeifenraucher ihn als eher langweilig empfinden werden. Tut dem Tabak aber unrecht. Um ehrlich zu sein habe ich den Tabak sogar öfter in die Pfeife getan als den Three Nuns Green. Wenn Ihr auf milde Virginias mit einem besonderen Pfiff steht, dann ist das euer Tabak. 

Kommentare

Beliebte Posts