Tabakreview zum Tumblin' Dice


Ich bin ja ein ausgesprochener Fan der Tabake von Dan Pipe. Ist ein geiler Onlineshop. Große Auswahl. Geiler Service. Bei einer der letzten Bestellungen war eine Dose "Tumblin Dice" dabei. Das ist ein VaPer im Cube Cut. Was bedeutet das?

VaPer ist ein Akronym für Virginia-Perique. VaPers gehören zu den Klassikern des Pfeifentabaks. Perique als Würztabak zum Virginia. Bekannt durch solch große Namen im Pfeifentabal wie Orlik Golden Sliced, Escudo oder den alten Three Nuns.

Cube Cut bedeutet indes, dass der Tabak in kleine Würfel geschnitten ist. Mir kam diese Schnittart das erste Mal beim Larsen Belle Epoque unter die Nase. Andere bekannte Namen sind hier die Danish Dice oder der Veermaster Navy Cube Cut. Cube Cut soll einen besonders weichen und kühlen Rauchen ergeben. Andere Stimmen sagen jedoch, dass Cubes eher schwer zu rauchen sind.

Was erwarte ich? Vor dem ersten paffen war meine Erwartungshaltung, dass ich einen süß-würzigen Tabak bekomme, an dem man lange rauchen kann. In meinem Kopf verglimmten die Cubes nur relativ langsam. Vergleichbar zum Flake, an dem ich auch sehr lange rauchen kann.

Nach der Lieferung lag der Tabak zunächst für 6 Monate im Schrank. Keine echte Reifelagerung. Einfach sein Platz in der Schlange.

Die Dose ist eher unüblich. Pappe mit Plastikdeckel. Innen Metalllasche. Als ich diese das erste mal öffne, strömt mir direkt ein extrem angenehmer Geruch entgegen. Vielleicht die Sorte, die nur ein Pfeifenraucher als angenehm verstehen kann. Der Duft von Heu, süßen dunklen Früchten, Schokolade. Sehr reichhaltig, sehr üppig.

Nach diversen Rauchgängen kann ich sagen: Dieser Tabak schmeckt mir am besten aus meiner Rattray's Bouddica. Diese Pfeife bringt den Geschmack ideal heraus.

Beim Stopfen lasse ich einfach die Cubes in den Kopf rieseln, keine spezielle Technik. Oben drauf mache ich jedoch einige zerriebene Cubes, das erleichtert das Anzünden enorm. Nichtsdestoweniger schließe ich mich der Fraktion an, die sagt, dass Cubes eher schwer zu rauchen sind. Eine gleichmäßige Glut schaffe ich nur mit etwas Mühe. Es lohnt sich aber.

Das Raucharoma entspricht sehr dem Dosenaroma. Heu, Trockenfrüchte. Feigen, Datteln. Dabei ist der Tabak bei Zeiten extrem süß auf der Zungenspitze, was mir sehr gut gefällt. Wenn der Perique sich dann auch durchsetzt, dann neigt der Tabak sich in eine etwas würzigere Richtung, die mich entfernt an Ketchup erinnert. Sonst durchgehen cremig und samtig.


Beeindruckend ist auch die Konstanz. Das Aroma neigt sich manchmal in eine Richtung. Teils etwas würziger, teils milder. Doch es gibt keinerlei großartige Veränderung.

Wenn der Tabak etwas trocknet, wird der Zündverhalten angenehmer. Das Aroma wirkt gesetzter. Die Spitzen glätten sich zu einer sehr dichten Aromenfront aus süß-würzigem Rauch. Dunkle Früchte, die eine Nuance ins Süßholz neigen, gepaart mit pfefferigen Noten, ja fast Liebstöckel-artig.


Insgesamt ein super Genusserlebnis zu einem fairen Preis. Zusammen mit einem Auchentoshan American Oak zu empfehlen. Macht mir persönlich sehr viel Spaß. 

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