Tastingnotes Smokehead High Voltage

Nochmal Smokehead. Neben dem 2018er kam ja noch der "High Voltage" raus. Ein in Fassstärke abgefüllter Islay Malt. Ihr wisst sicher, dass ich ein Freund stärkerer Whiskys bin. Und in der Regel bevorzuge ich Fassstärken. Doch heute erlebt Ihr eine Überraschung. Aber zuerst wird die Gerüchteküche aufgeräumt.


Woher kommt der Smokehead nun? Ist es Lagavulin? Ist es Ardbeg? Ist es Caol Ila? Ich sage es euch: Ian MacLeod. Ende der Geschichte. Was macht es für einen Unterscheid, woher der Malt kommt? Der Abfüller hat doch mit seiner Geschichte, mit dem Logo und dem ganzen Drumherum diesen Malt "erschaffen", auch wenn er ihn nicht produziert hat. Also Hose runter und Ehre wem Ehre gebührt. Wir feiern Signatory, Anam na h-Alba, Gordon & MacPhail und wie sie alle heißen ja auch nicht für die Arbeit der Destille, sondern für die Arbeit, die die Abfüller leisten. Das sollte gewürdigt werden.

Ok, jetzt zum Whisky. Was erwarte ich? Eigentlich die fassstarke Version der 2018er Abfüllung. Schauen wir mal.




Name: Smokehead High Voltage

Kategorie: Single Malt Scotch Whisky
Destillerie- - -
Region: Islay, Schottland

Abfüller: Ian MacLeod
Alter: - - -
Fasstyp: - - -
Alkoholgehalt: 58%
Farbstoff: Ja.
Filterung: Nein. 
Auge: Farbe ist Apricot Gold. Der gleiche Ton wie die 2018er Abfüllung. Nur satter. Wirklich der 2018er nur stärker?

Im Glas rollt der Smokehead schwer umher. Richtig schön ölig. Textur wird geil.
Nase: Anders als der 2018er. Zuerst Zitrus. Saftige Zitrone. Geräucherte Frühstucksflocken. Pflaumen in Asche. Toffifee. Kühlend mit würzig-fleischiger Note. Weniger Meer als beim 2018er. Ist NICHT der gleiche Whisky. Wahrscheinlich wurde nur mit dem Farbstoff der gleiche Ton erzeugt.
Mund: Zuesrt kühlend, dann wärmend. Süß-würzig. Ölig und cremig. Der Alkohol ist sehr gut eingebunden. 
Herz: Eine Explosion von Rauch. Kalte Räucherkammer vom Smoker. Bleibt sehr lang in der Nase. Anflüge von Pfeffer und Banane. Keksteig. Extrem langes Finish.
Fazit: Wir haben zwei Smokeheads. Einer mit 43%. Einer mit 58%. Und ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass der 58er komplexer sein würde als der 43er. Falsch geraten, Gänsebraten. Der 43er ist komplexer. Deutlich mehr Aromen tummeln sich da. Der 58er ist aber tiefer und die Aromen sind ausgeprägter, klarer. Man neigt zu denken, dass der 58%ige Smokehead einfach die unverdünnte Version ist. Das ist absolut falsch. Beide Malts haben Ihren Charakter. Beide lohnen sich. Persönlich freue ich mich auf noch mehr Smokeheads. Top Abfüllungen. 

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