Tastingnotes Smokehead 2018

Beim Smokehead werden bei mir Erinnerungen wach. 

Mein erster Smokehead war ein Glücksgriff. Das war 2014 und ich habe eine Flasche für ein Whiskytreffen besorgen wollen. Voller Enthusiasmus bin ich in einen Tabakladen in der Nähe meines Büros gewandert, weil die vor kurzem bei mir Werbung für ihr neues Whiskysortiment geschaltet hatten. 

Die Auswahl war klein, aber ok. Viele Standards. Darunter auch ein Smokehead. Dazu gab es ein nettes Faltblatt mit einigen Werbetexten und Infos. Die Qualität dessen, naja...ich sag mal so: es würde empfohlen den Bunna 12 im Flachmann bei einer Wanderung im Wald mitzunehmen. Aber zum Smokehead.

Ganz sicher bin ich mir nicht, aber ich meine, dass der Smokehead mein erster peated Malt überhaupt war. Bestimmt war es aber der erste peated Malt, der mir im Gedächtnis geblieben ist. Prägnant. Volle Ladung Seetang. Iod. Meer. Dazu der phenolische Rauch. Für mich, der keine Abneigung gegen so starke Aromen hat - nein, der sogar intensive und starke Aromen bevorzugt und sucht - war das eine Offenbarung. 

Später habe ich auch den 18yo probiert. Rock Edition. Als jetzt die neuen Versionen rauskamen, war ich zügig dabei. Ich erwarte hier einen stark rauchigen Whisky mit Noten von Meer und Iod. Intensiv, knackig, kantig. Mal sehen was er kann.


Name: Smokehead 2018 Release
Kategorie: Single Malt Scotch Whisky
Destillerie- - -
Region: Islay, Schottland
Abfüller: Ian McLeod

Alter: - - -

Fasstyp: - - -
Alkoholgehalt: 43%
Farbstoff: Ja.
Filterung: Nein.
Auge: Ein verdünntes Apricot mit starken Goldreflexen. Im Glas leicht, nicht so Ölig. 
Nase: Eine Phalanx Rauch. Torffeuer. Seetang. Iod. Lagerfeuer am Meer. Dahinter Früchte (Sherry?). Pflaume. Zitrus. Dattel. Honigkuchen. Ich meine die Nase doch  nahe an der 2014er Version dran. 
Mund: Wuchtig mit Ecken und Kanten. Muss so. Beim 18er hatte ich bei Zeiten kritisiert, dass der zu rund und geschmeidig war. Beim Smokehead will ich ungestüme Action. Aromatisch bewegen wir uns in die Richtung Erde. Pfeffer. Dabei leicht Süß. Die Süße verlagert sich beim trinken Richtung Gaumen und der Malt wird auf der Zunge trockener. 
Herz: Wärmend im Hals. Langes Finish mit Malz und Banane. Später Mandarine, Asche und Rauch. Großartig. 
Fazit: Geil. Ich würde tippen, dass wir hier refill-Bourbonfässer und Sherryfässer am Start haben. Destille? Dazu schreibe ich nächste Woche mehr. NAS? Nicht so wichtig. Es bleibt am Ende einfach ein verdammt guter Whisky. Zu dem Preis? Top.

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