Tastingnotes DeCavo

Hello again! Ich bin mal wieder in Deutschland. Seit meiner Serie für Deutschen Whisky bin ich ja schon fast ein kleiner Experte auf dem Gebiet. Auf jeden Fall bin ich ein Fan deutscher Whiskys geworden. 

Als ich auf der Just Whisky war habe ich Björn Bachirt von Whiskydiaries getroffen, der meine Serie über deutschen Whisky aufmerksam verfolgt hat. Seiner Meinung nach sollte ich den DeCavo unbedingt probieren. Und deshalb gab er mir auf der Messe ein Sample.

Der Whisky reift in einer Höhle und wurde in Zusammenarbeit mit dem Whiskypapst Jim Murray kreiert. Und was kann es?



Name: DeCavo Höhlenwhisky
Kategorie: Single Malt
Destillerie: Märkischen Spezialitätenbrennerei
Region: Deutschland
Abfüller: OA
Alter: 3 Jahre
Fasstyp: ex-Bourbon & Virgin Oak
Alkoholgehalt: 47,3%
Farbstoff: Nein.
Filterung: Nein.
Auge: Der Malt kommt äußerst hell daher. Mittelkräftiger Weißwein. Mit Nuancen von Blütenhonig. Im Glas neutral bis dezent ölig. Macht von der Haptik her einen ordentlichen Eindruck. Man kann anhand der Legs schon vermuten, dass die Textur gefällig sein wird.
Nase: Sofort springt mir die typische Getreidenote deutscher Malts in die Nase. Weizenkleie, die kontrastiert wird von floralen Noten. Blumenwiese. Schön frisch mit einem Touch Lösemittel. Blauer Fernsterreiniger auf Spiritusbasis. Dann Vanille. Karamell. Doch ganz nice.
Mund: Das mit der Textur bestätigt sich. Kann man gut im Mund kreisen lassen. Auf der Zunge eher trocken und würzig. Leichte Anklänge von grünem Pfeffer. Jetzt kommt der Alkohol. Zu markant für keine 50%. Danach süßer werdend. 
Herz: Hier hat der Malt seine Stärke. Vanille und Kokos. Typische Bourbonfassnoten, die lange im Mund hängen. 

Fazit: 
Spannende Kiste der DeCavo. Was uns die Höhle bringt? Ich glaube für's Marketing ganz nett. Im Geschmack lässt sich nichts "höhliges" finden. Ein ehrlicher Malt, der seine Herkunft nicht verleugnet. Leicht und frisch ohne irrelevant zu werden. Am Ende zu jung. Der kann ruhig auch mal 10 oder 12 Jahre im Fass bleiben. An der Stelle könnten wir darüber sprechen ob die klimatischen Bedingungen der Höhle der Reifung nutzen. Würde am Ende dann wohl nur keiner bezahlen können. 

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