Tabakreview Larsen Golden Dream


Tabak dänischer Art. Da fangen viele Pfeifenfreunde an gegen den Speichelfluss zu kämpfen. Die milden und häufig aromatisierten Tabake stehen in der Gunst meist weit oben. Was nicht zuletzt an den Aromatisierungen liegt: Vanille, Früchte, Honig oder andere duftige Ingredienzien sorgen für angenehmen Rauch und eine sozialverträgliche Raumnote.

Einer der bekanntesten und wohl besten Hersteller dänischer Tabake ist W. O. Larsen. Hergestellt werden die Tabake tatsächlich in Dänemark bei der Firma Orlik.

Meine Geschichte mit Larsen-Tabak fing sehr am Start meiner Pfeifenraucherkarriere an. Ich habe auf der Suche nach einem tollen Aromaten (der auch nach Aroma schmeckt) den „Belle Epoque“ ans Herz gelegt bekommen. Das war eine Punktlandung, absolut für alle Freunde fruchtiger Tabake. 

Damit im Kopf ist mir neulich im Tabakladen um die Ecke ein blauer Pouch aufgefallen. Larsen Golden Dream. Ganz ohne Hintergrundwissen habe ich mal einen Beutel auf gut Glück mitgenommen, absolut naiv aufgerissen und mit eine Pfeife gestopft.

Im Pouch hat mich eine typische Mischung angelächelt. Wir haben Virginia, Burley und Black Cavendish. Der Tabak riecht cremig, vanillig mit vielleicht einer Nuance Frucht. Was nichts heißen muss. Viele solcher Aromabomben schmecken später nach nicht viel mehr als heißer Luft.

Nach dem Anzünden dachte ich mir aber: Kekse. Der Tabak kann glatt als Weihnachtsmischung durchgehen (da komme ich auf eine Idee…). Keksteig und Vanille bestimmen das erste Drittel. Cremig und satt.

Zur Mitte hin nimmt die Aromatisierung ab und die tabakeigenen Aromen werden intensiver. Untermalt durch eine milde aber merkliche Süße auf der Zunge. Schon hier kommt noch eine markante Note dazu, zuerst dezent aber stärker werdend. Ich würde sagen Süßholz.

Und  im letzten Drittel ist das Süßholzaroma wirklich präsent. Im Gegensatz zu einigen Aromaten ist der Golden Dream auch bis zum Ende durchrauchbar. Wo andere Tabake die letzten 10% der Chemiekeule opfern, da hält der Golden Dream wacker durch, bis nur ein Häufchen Asche übrig bleibt.

Ich finde es ist ein passender Tabak für einen lauen Sommerabend mit einem nicht zu komplizierten Scotch und tiefschürfenden Diskussionen. Der Sommer ist zwar vorbei, aber wer Bock hat, soll mir einfach Bescheid sagen :D

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