Tastingnotes zum Coillmor Port Single Cask 7 Jahre

Heute in der Review der Coillmor Port Single Cask 7 Jahre. Coillmor ist ein Whisky aus der Brennerei Liebl aus Bad Kötzting. Das liebt in Ostbayern, an der tschechischen Grenze. Einige Kilometer östlich von Regensburg. Coillmor, das bedeutet auf gälisch "großer Wald" - was auf den bayrischen Wald anspielt, wo die Brennerei liegt.

Diesen Malt habe ich von Jürgen Müller von www.deutsche-whiskys.de als Überraschungssample bekommen, zusammen mit dem Rutsch an Eifelwhisky.

Der Coillmor hier ist ein Single Cask, 7 Jahre als - was für deutsche Verhältnisse schon relativ alt ist. Ein Malt ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert. 46% sind solide. Einzelfassabfüllung, bei der Malt 7 Jahre in einem ex-Portfass reifen durfte. Port wird in der Regel in "Pipes" gelagert. Also 500l-Fässer. Relativ groß.

Was für mich die Farbe erklären würde - der Malt ist eher hell. Ein dünner Bernsteinton. Klarer Ostsee Bernstein, wie ich ihn zu Kindertagen im Polenurlaub gefunden habe. Dann im Glas aber doch eher neutraler Viskosität.

Beim riechen, naja, ich will nicht sagen, dass ich enttäuscht wurde - ich hatte ja gar keine echten Erwartungen. Aber neben einer netten Port- und Getreidenote hat der Malt etwas unendlich strenges, ja fast muffiges. Schwer und anstrengend. Nichts zum easy drinking. Ich lasse den Malt stehen. Ich gebe später auch Wasser dazu. Keine Verbesserung. In der Nase, ganz ehrlich, hat der Coillmor leider verloren.

Nichtsdestoweniger probiere ich. Ein kleiner Schluck. Besser. Was bekomme ich? Neben dem weinigen Noten ist da eine spannende Röstnote. Kaffee. Ja, das finde ich gut. Würziger Kaffee und 90% Schokolade. Gibt es dunkle Schokolade mit Traube-Nuss? Wenn ja, denn würde ich mir das so vorstellen wie dieser Whisky im Mund.

Im Herz tendiert die Nussigkeit etwas gen Marzipan. Gepaart mit einer feinen Vanilligkeit. Aber doch kurz.

Was bleibt? Mund und Herz sind versöhnlich. Aber die Nase? Komme ich leider nicht drauf klar.

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