Tastingnotes für den Glen Elgin 12 Jahre

Tastingnotes für Glen Elgin 12 Jahre

Heute stelle ich den zwölfjährigen Single Malt Scotch Whisky aus der Glen Elgin Destille vor. Gekauft habe ich ihn im August 2017. Ich wollte einen süßen, süffigen Malt, der auf der Feier zu meinem 30. Geburtstag als Kontrast zum Peat Chimney dient. Nichts überkomplexes. Etwas nettes zum dahintrinken.

Nach längeren hin und her habe ich mich für die zwölfjährige Orginalabfüllung von Glen Elgin  in der Speyside entschieden. Speyside Whiskys gelten generell als eher leicht und süß. Genauere Infos zur Fasslagerung lassen sich nicht finden. Häufiger wird einfach von "Eichenfässern" gesprochen, an einer Stelle werden Bourbonfässer erwähnt. Im Vergleich zu anderen Malts in ähnlicher Preislage waren die 43%  für mich ausschlaggebend. Und die in vielen Tastingnotes erwähnten Aromen von Nüsse/Mandeln/Marzipan. Schade ist, dass der Whisky kühlgefiltert und mit Farbstoff versetzt ist.

Glen Elgin hat "erst" 1960 angefangen Single Malt zu verkaufen, sonst war der Malt nur in Blends vertreten. Wie zum Beispiel dem recht bekannten "White Horse". Bis heute gilt der Glen Elgin eher als "Geheimtipp".


Der Whisky kommt in einer klassischen Umverpackung. Einfarbig mit hellem Emblem. Die Pappe der Umverpackung ist etwas geprägt, was dem ganzen einen "edlen" Look verleiht.

Gleiches Emblem findet sich auf der Flasche, welche die gleiche Form hat, wie zum Beispiel der Glenkinchie 12. Ein nettes Detail ist die Banderole über dem Korken UNTER der Hülse. Das gibt dem Ganzen einen sehr authentischen Touch.

Beim Anblick des Malts im Glas fühle ich mich etwas an der Nase herumgeführt. Die Farbe ist wirklich schön. Tiefes Gold mit einem dezenten Kupfer-/ Rotstich. Dass dafür Farbstoff verwendet wurde, das ist wirklich schade. Wunderschön ist es trotzdem. Tief und einladend.

In der Nase stechen für mich zuerst helle Früchte vor. Eine schöne Bonbonnote gesellt sich dazu. Ich frage mich, ob nicht neben dem Bourbonfass noch vielleicht ein Sherryfass dabei war. Mit der Zeit ergänzt sich das Aroma durch nussige Noten, ich würde eher Mandeln als Marzipan sagen. Es lohnt sich diesen Malt ruhig etwas länger stehen zu lassen, denn nach ca. einer halben Stunde an der Luft kann man noch würzige Eichennoten herausschmecken. Gerade dieses würzige Element gibt dem Malt mehr Tiefe. Würde es fehlen, dann hätte der Malt große Probleme, nicht eindimensional zu wirken.


Im Mund zuerst wunderbar süß, doch trockener werdend. Der Malt hat eine grandiose Textur, ein haptischer Genuss. Man könnte ihn ewig auf der Zunge halten. Das alles spielt sich vor einem fruchtigen Hintergrundaroma ab, bei dem ich an Aprikosenkern denken muss.

Der Abgang ist eher kurz und trocken. Und macht Freude auf den nächsten Schluck.

Was rauchen wir dazu? Unbedingt einen Tabak  der eine merkbare Süße hat, aber auch würzig ist. Ich lege euch eine Legende ans Herz, die ich auch im nächsten Blog verkosten werde: den St. Bruno Flake!



Gut Rauch und slainte mhath!

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