Tabakreview Peter Heinrichs Reserve Crue No. 8

Tabakbeschreibung Peter Heinrichs Reserve Crue No. 8

Gekauft habe ich den Tabak im Sommer 2017. Anlass war ein kleiner Einkauf im Onlineshop von Peter Heinrichs. Ich war auf der Suche nach einem Aromaten und einem Latakia Blend. Der Latakia Flake passte genau in mein Budget. Im Warenkorb landeten noch eine Peter Heinrichs Limited 2011 und ein Aromat.



Zuvor hatte ich Latakia Flakes probiert, deshalb war ich guter Dinge. Der Tabak wird von Kohlhase & Kopp herrgestellt. Er enthält syrischen Latakia, Orient und Virginia.

Die Tabakdosen heute zu bewerten ist natürlich sehr schwierig. Eine kleine Dose für 50g Flake mit blauem Ettiket. "Goldene Schrift", Logo, obligatorische Hassnachrichten. Beim öffnen der Dose ist das Papierinlay mit einem Aufkleber versiegelt.

Aber anders als die üblichen Fakes, wie MacBaren, haben die PH Latakia Flakes nicht die Kaugummiform, sondern sind an der längeren Seite geschnitten, was rechteckige Plättchen entstehen lässt, die deutlich gestauchter sind.

Der Kaltgeruch der Flakes ist intensiv! Ich habe den Siegelsticker auf die Cola-Flasche meiner Frau geklebt. Die hat sich 3 Tage lang gewundert, was so komisch riechen würde. Man nimmt ad hoc den typischen Latakiaduft war, den nicht wenige mit mit dem Geruch getorften Single Malts vergleichen. Nach dem ersten Latakia-Flash dringen zierlich Nuancen von Rum und Früchten in meine Nase, auch wenn der Tabak nicht aromatisiert ist.


Die Flake lassen sich frisch rauchen, nichtsdestoweniger empfehle ich etwas antrocknen zu lassen. Längere Ruhephase (aktuell 3 Monate) hat wenig Einfluss auf den Charakter des Tabaks. Schmeckt 1a, wie am ersten Tag. Ich habe den Tabak überwiegend in meiner Vauen 4415 und Mr. Brog No. 34 geraucht.

Für die etwas größeren Köpfe nehme ich 1 1/2 bis 2 Flakeplättchen, knicke und falte diese, und stopfe die Pfeife. Mit einem Feuerzeug entzünde ich den Tabak. Er bäumt sich etwas auf. Ich glätte und schaue, dass die Oberfläche sehr gleichmäßig glimmt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine ungleichmäßige Glut im späteren Rauchverlauf bei diesem Flake (und auch bei vielen anderen Flakes) nur schwer auszugleichen ist.

Das Aroma in der Pfeife ist deutlich milder, als der Kaltgeruch. Zumindest ist der Latakia nicht vo krass vordergründig, sondern lässt anderen Aromen Raum. Was aus der Dose rumartig wahrnehmbar war, ist viel mehr eine sehr schöne florale Note. Dazu dunkle Schokolade. Ein fruchtiges Element, was durch eine dezente Säure untermalt wird. Der Rauch ist gut würzig. Süße spielt keine Rolle beim Rauchen. Hier unterscheidet sich der Flake grundlegend vom zum Beispiel HH Latakia Flake, der doch deutlich süßer ist.  Dieser Flake von Peter Heinrichs ist erdiger, kräuteriger. Ohne dabei den Raucher zu überfordern. Klar, man muss mit Flakes umgehen können, das ist aber unabhängig vom Tabak.




Typisch Flake kann man ihn sehr lange daran rauchen. Ich komme mit zwei Flakes auf über 2 Stunden. Ideal zum wegträumen. Oder bei der Gartenarbeit. Der Geschmack bleibt dabei sehr konstant. Ein echt bodenständiger Tabak.

Der eben auch zu einem bodenständigen Whisky passt. Islay Malts sind hier meine Favoriten, wie  der Peat Chimney, den ich im letzten Blog vorstellt habe. Die doch relativ ähnlichen Aromenstrukturen harmonieren exzellent, ergänzen sich und kreiern eine eigene Welt, in die man abtauchen kann.

Im nächsten Blog stelle ich den zwölfjährigen Single Malt Whisky aus der Glen Elgin Destille vor.

Gut Rauch und slainte mhath!

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